Dressurreiten

Bei der Dressur geht es um Gehorsam und Ausstrahlung des Pferdes bei der Ausführung seiner Bewegungen. Hierbei geht es zum Beispiel um den Takt der Bewegung, die Losgelassenheit und den Schwung des Pferdes. Das Pferd soll unter dem Reiter seine natürlichen Bewegungen verbessern und dabei in der Lage sein, seinen Reiter auf dem Rücken zu tragen. Dazu muss der Reiter ausbalanciert sitzen und mit Gewicht, Schenkel und Zügel gezielt einwirken können, um das Pferd zu veranlassen die gewünschten Übungen auszuführen.
Bei Dressurprüfungen geht es bis zu den Lektionen wie der Piaffe (das Traben auf der Stelle), Galopppirouette (mit den Vorderbeinen galoppiert das Pferd um seine eigene Achse) oder auch der Traversale (seitwärtstreten). Aber auch für alle anderen Bereiche ist eine Grundausbildung in der Dressur wichtig, denn hier lernt das Pferd auf die Hilfen zu reagieren, die gewünschte Gangart zu gehen und sich genau lenken zu lassen.
Die Ausbildung des Dressurreitens bezieht sich in erster Linie nicht auf den Reiter, sondern auf das Pferd. Es wird früh ausgebildet, spezielle Übungen zu verrichten und auf feine Hilfen zu reagieren. Der Ausbildungsgrad der Pferde wird in unterschiedliche Klassen eingeteilt von E für Einsteiger bis S für Schwer. Reiter in einem klassischen Stall werden ebenfalls an diesem Verlauf ausgebildet. Die einfachste Lektion ist das Beherrschen der Kommandos für die Grundgangarten. Später kommen Übungen wie Rückwärtsrichten, Wenden auf der Hinterhand, Versammlungen und komplexe Figuren hinzu.

Was bedeutet Dressurreiten? Wie du sicher weißt, ist das Dressurreiten eine Disziplin im Pferdesport. Diese Disziplin hat zum Ziel, dass das Pferd möglichst rittig ist bzw. immer rittiger wird. Das bedeutet, dass du die natürlichen Veranlagungen deines Pferdes und die Hilfengebung durch gymnastische Übungen, sowie das Üben verschiedener Lektionen förderst und immer weiter verfeinerst. Dein Vierbeiner sollte auf eine möglichst feine Hilfengebung reagieren, damit dein Pferd und du in größtmöglicher Harmonie zusammen arbeiten könnt. 🙂

Wichtig für die Ausbildung, die Förderung und vor allem für die Gesundheit jedes Pferdes ist die Ausbildungsskala. Nur ein Pferd, das nach den einzelnen Punkten der Ausbildungsskala ausgebildet wurde, kann seine Bewegungsabläufe, sowie seine Körperhaltung optimieren und das Gewicht des Reiters somit tragen, ohne gesundheitliche Schäden davon zu tragen. Dressurreiten ist also mehr, als eine „Gehorsams-Übung“. Der Schwerpunkt des Vierbeiners verlagert sich bei korrekter Körperhaltung weiter unter das Pferd. Das bedeutet es nimmt mehr Last mit der Hinterhand auf, entlastet somit die Vorderhand und wölbt dabei seine Wirbelsäule nach oben. Dieser aufgewölbte Rücken ist sehr viel „stabiler“ und dein Pferd kann dich mühelos tragen.
Wenn Pferd und Reiter scheinbar zu einem Lebewesen verschmelzen und sich wie ein eingespieltes Tanzpaar im Gleichklang über das Viereck bewegen – dann ist das höchste Ziel des Dressurreitens erreicht: Reitsport wird zu Reitkunst.
Sportlich gesehen erlangen die Dressurprüfungen im Sinne von Rittigkeitsaufgaben erstmals um 1900 internationale Bedeutung. Seit 1912 ist die Dressur olympisch, die ersten Weltmeisterschaften wurden 1966 in Bern ausgetragen.
Ziel jeder reiterlichen Ausbildung ist die Harmonie von Reiter und Pferd. Dressurreiten ist mehr als das Absolvieren und Präsentieren von Lektionen und Figuren. Diese Übungen zielen darauf, das Pferd gymnastisch auszubilden und es zu erziehen. Mit Hilfe der Dressur erreicht der Reiter, dass sein Pferd gehorsam auf seine sensibel eingesetzten Gewichts-, Schenkel- und Zügelhilfen reagiert. Ein gut gerittenes Pferd ist die beste Voraussetzung für Sicherheit im Pferdesport. Dressurreiten erhöht zudem die Leistungsfähigkeit des Pferdes. Im besten Sinne dient es der Gesunderhaltung des Pferdes, denn durch das Training werden die Kräfte des Pferdes gestärkt und seine Glieder gelenkig gemacht.

Gleichgültig auf welche anderen reitsportlichen Disziplinen man sich spezialisiert, ohne Dressur geht es nicht. Sie ist Voraussetzung für alle pferdesportlichen Aktivitäten: Vom Wanderreiter, der im ausbalancierten Sitz auf seinem Pferd bergauf und bergab reitet bis zum Springreiter, der die Wendungen und Distanzaufgaben zwischen den Hindernissen nur mit dressurmäßig gut gerittenen und gymnastizierten Pferden schafft.

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.